Sportgeräte für die neue Frauengruppe

Grunewald-Stiftung unterstützt Dährer Freizeit-Sparte beim Kauf von Utensilien

Frauenfreizeit Sportgruppe, so heißt die neue Sparte des Sportvereins Schwarz-Weiß Dähre, die sich Ende Juni gegründet hat. Die Sportlerinnen sind sehr dankbar für die Unterstützung der Grunewald-Stiftung Dähre, die den Neulingen 500 Euro zur Verfügung gestellt haben. Davon konnten verschiedene Sportgeräte angeschafft werden, unter anderem Volleyballnetze, Volleybälle, Badmintonsets, aber auch Trainingsbälle für den Fußballnachwuchs.

Die Grunewald-Stiftung, vertreten durch Karin Grunewald (hinten, 2. von links) hat die neu gegründete Frauensportgruppe finanziell unterstützt,

Vor einigen Tagen schaute Karin Grunewald von der Grunewaldstiftung bei der Frauenfreizeit-Sportgruppe vorbei, um sich ein Bild davon zu machen, wie diese sich fit halten. Sie zeigte sich sehr angetan von der Entwicklung und der starken Gemeinschaft im Verein, berichtet SportvereinsVorsitzender Jens Hamer. Er sei stolz darauf, dass der eingeschlagene Weg der Richtige sei und die Mitgliederzahl steige, nachdem einige Jahre relative Flaute im Sportverein geherrscht habe.

„Unser Verein ist eine große Familie. Hier werden Sport, Spiel, Spaß und Ehrgeiz groß geschrieben“, schildert Jens Hamer. Um dies alles umsetzen zu können, bedürfe es auch finanzieller Unterstützung. Deshalb seien die Dährer sehr froh, dass die GrunewaldStiftung unkompliziert geholfen habe. Wer mindestens 16 Jahre jung ist und Lust auf Sport hat, ist in der Frauenfreizeit-Sportgruppe willkommen. Treffpunkt ist derzeit montags von 18.30 bis 20.30 Uhr auf dem Dährer Sportplatz und ab Oktober ab 20 Uhr in der Turnhalle der Sekundarschule Dähre. Derzeit wird Volleyball, ZweiFelderball oder Badminton gespielt. Jumpingfitness soll folgen. Neue Mitglieder sind willkommen.

Zwei Stiftungen profitieren voneinander

Dährer an einer Vernetzung mit der Klosterstiftung Jerichow interessiert / Erste persönliche Gespräche

Die Regionen kulturell vernetzen, mit den Pfunden wuchern, die es vor Ort gibt: Das planen die Grunewald-Stiftung aus Dähre und die Stiftung KlosterJerichow. Über erste Ideen einer Kooperation ist laut nachgedacht worden.

„Die Stiftungsbehörde aus Halle hat uns gefragt, ob wir der Stiftung Kloster Jerichow helfen können“, sagt Karin Grunewald, die mit ihrem Mann Rolf Willi Grunewald die GrunewaldStiftung gegründet hat. Im Kloster Jerichow soll das dortige Backsteinmuseum zu einer Klosterschule umgebaut werden. Fördermittel sind zugesagt, nur am Eigenanteil mangelte es. Diesen steuerte die westaltmärkische Stiftung bei.

Karin (von links) und Rolf Willi Grunewald, Josefine Telemann, Roland Maiwald und Marco Reiß trafen
sich zu einem Kennlerngespräch der Vertreter zweiter Stiftungen im Kloster Jerichow. Foto: Thomas Skiba

„Das Vorhaben ist ganz in unserem Sinne. Dort können Kinder und Jugendliche künftig Geschichte selbst erleben, etwas herstellen wie einst die Vorfahren“, beschreibt sie. Nach unzähligen Telefonaten habe es ein „super Gespräch“ vor Ort gegeben. „Da haben wir gemerkt, dass unsere Stiftungsziele Parallelen aufweisen“, ergänzt ihr Mann.

Ziel der Dährer Stiftung sei es, Geld nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, sondern langfristige und nachhaltige Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur zu fördern, fügt Rolf Willi Grunewald hinzu. So sei es im Kloster Jerichow geplant. Denn der Lerneffekt in der Klosterschule sei nicht auf einen kurzen Zeitraum begrenzt. „Wir möchten nicht das Geld zurückhaben, sondern eine Kooperation hinbekommen“, nennt Rolf Willi Grunewald den Wunsch. Zwei Stiftungen verzahnen, die voneinander profitieren, das sei eine prima Sache.

„Uns liegt die Kultur am Herzen, die wir fördern wollen. Eine Möglichkeit ist es, dass Künstler nicht nur in Jerichow ein Konzert geben, sondern da nach auch in unserer Region. Hier haben wir tolle Veranstaltungsorte. Das Ganze kann auch umgekehrt laufen“, denkt Karin Grunewald laut nach. Auf diese Weise könnten sich beispielsweise für eine ehrenamtliche Theatergruppe, die mit viel Herzblut ein Stück einstudiert habe, weitere Auftrittsmöglichkeiten ergeben, nennt sie ein Beispiel. Der Aufwand zum Vorbereiten sei immens. Wenn ein größeres Publikum dies honorieren könnte, wäre das schön.

In diese Richtung sei der Gedankenaustausch beim Besuch in Kloster Jerichow gegangen. „Es ist eine sehr schöne Anlage, aber sie liegt irgendwie in der Provinz, ist ein Einzelstandort“, beschreibt es der Dährer Stifter. Durch Vernetzung mit der gesamten Altmark könne es bekannter werden, ist er sich sicher. „Wir haben hier das Freilichtmuseum Diesdorf, die Langobardenwerkstatt Zethlingen, Arendsee mit seinen Besonderheiten, romanische Kirchen. Wenn es uns gelingt, das mit dem Ziel Kloster Jerichow zusammenzubringen, dann lassen sich auch nebenbei Impulse für den Tourismus geben“, merkt Karin Grunewald an.

Die Altmark hat noch ein Pfund, mit dem sie wuchern kann: unzählige Großsteingräber. „Davon hatte im Kloster Jerichow noch keiner etwas gehört“, blicken die Dährer auf das Gespräch zurück. Auch aus dieser Besonderheit könne etwas gemacht werden. Allerdings: Ganz unbekannt sei die Altmark in Jerichow nicht. Es habe Diesdorfer Saft auf dem Tisch gestanden, merken sie schmunzelnd an.

Wie es gelingen könne, die beiden Regionen weiter zu vernetzen, darüber denken die Eheleute permanent nach. Den Hof der Stiftung für eine Wochenendfreizeit für Kinder nutzen, mal im Heu schlafen, dieAlpakas und die Schafe kennenlernen, die Ruhe genießen, kreativ sein, das wäre eine Möglichkeit, über die die Stifter nachdenken. Für weitere Ideen, die Einwohner an sie herantragen, wären sie sehr dankbar.

Seit der Gründung der Grunewald-Stiftung am 6. Dezember 2018 seien schon einige Anträge auf Förderung eingegangen. „Die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 54 Dähre haben wir bereits unterstützt, weil uns deren Arbeit sehr am Herzen liegt. Vom Sportverein Schwarz-Weiß Dähre liegt ein Antrag vor“, nennt Karin Grunewald zwei Beispiele. Der Stiftung gehe es darum, Vorhaben nicht zu 100 Prozent zu finanzieren. Ein sichtbarer Eigenanteil sei erwünscht. „Und wir wären sehr froh darüber, wenn Verein A, der gefördert wurde, bei einer Veranstaltung von Verein B, den wir auch unterstützt haben, mithilft. Da könnte man sich gegenseitig Impulse geben“, erklärt Rolf Willi Grunewald.

Dem persönlichen Kennenlernen seien viele Telefonate und E-Mails vorausgegangen, erinnert sich Roland Maiwald, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Jerichow. Er habe sich im Vorfeld erst einmal über die Grunewald-Stiftung informiert, „denn gekannt habe ich sie nicht“, gesteht er und fügt hinzu, dass er sich auf die Kooperation freue.

„Da es auch um kulturelle Synergieeffekte gehen soll, war unser künstlerischer Leiter Marco Reiß beim Gespräch dabei“, schildert Roland Maiwald. Er habe im Jahr 2019 die Jerichower Sommermusiken wiederbelebt, die im klassischen Bereich angesiedelt seien. Da Marco Reiß auch in anderen Musikstilen unterwegs sei, habe es vor zwei Jahren das erste Jazzfestival gegeben. „Da lässt sich sicher einiges organisieren, dass Künstler einen weiteren Auftritt in der Altmark absolvieren“, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende optimistisch. Der künstlerische Leiter könne zudem die Grunewald-Stiftung beraten, ihnen Kontakte vermitteln, wenn es um Kultur gehe.

Die Stiftung Kloster Jerichow sei der westaltmärkischen Stiftung für ihre Finanzhilfe sehr dankbar, weil es jetzt mit der Klosterschule, die im einstigen Kälberstall und heutigen Backsteinmuseum untergebracht wird, vorangehen könne. „Wir haben schon einen Raum, in dem junge Leute Backsteine selbst herstellen können. Deren Produktion kam im 12. Jahrhundert nach Deutschland. Aus ihnen wurde das Kloster gebaut“, berichtet Roland Maiwald. Der Raum solle durch einen Ofen ergänzt werden, in dem die Steine gebrannt werden. Diese könnten dann als Andenken mit nach Hause genommen werden. Ein anderer Raum, in dem schon im Mittelalter bekannte Pflanzen verarbeitet werden, sei zu einer Kräuterküche umgebaut.

„Neu hinzukommen soll ein Webstuhl. Wolle soll dort verwebt werden“, nennt er ein weiteres Vorhaben. Und auch ein Skriptorium (Schreibstube) sei geplant: Denn in einem Kloster sei es eine wichtige Aufgabe gewesen, Kopien von Büchern herzustellen, durch das Abschreiben per Hand. „Dann können Schüler mal mit Federkiel und Tinte schreiben“, blickt Roland Maiwald voraus. Zudem würden die Sanitärräume verbessert. „Vor Corona haben wir pro Jahr mehr als 1100 Schüler betreut, hauptsächlich durch Ehrenamtliche“, berichtet der Vorstandsvorsitzende.

Die Idee der Grunewald Stiftung, Informationen aus beiden Regionen zusammenzuführen, findet er gut. „Wir müssen von der Kleinstaaterei wegkommen, über den Tellerrand schauen“, meint Roland Maiwald. Die Stiftung habe gute Kontakte zum Schwerpunktbereich Tourismus, der im Landes-Wirtschaftsministerium angesiedelt sei. „Dort werden wir die Idee der Vernetzung in der Altmark mal ansprechen. Vielleicht gibt es schon eine Stabsstelle für solche Aufgaben. Wir kennen sie nur nicht“, merkt er an. Weitere Gespräche mit den Dährern würden folgen. „Ich denke, da wird etwas richtig Gutes wachsen“, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende optimistisch.

Von Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Wer selbst was leistet, soll Hilfe bekommen

Dährer Ehepaar will mit der Grunewald Stiftung vor allem Engagement in der Region unterstützen

Hilfe zur Selbsthilfe: Das möchte die Grunewald Stiftung Dähre geben. Die Stifter wollen vorrangig Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Erziehung fördern.

Der Gedanke, eine gemeinnützige Stiftung zu gründen, hatte Prof. Dr. med. Rolf Willi Grunewald schon seit einigen Jahren beschäftigt. Sein Wunsch: Für die Allgemeinheit etwas tun und Projekte, die durch die öffentliche Hand nicht unterstützt werden, finanziell zu fördern.
 
Quelle: Text und Foto Anke Pelczarski VOLKSSTIMME
 
Karin (links) und Rolf Willi Grunewald haben die Grunewald Stiftung gegründet. Unterstützt werden sie von Mitarbeiterin Aileen Burmeister, die die Arbeit begleiten und später fortsetzen soll. Foto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Dähre / Eickhorst – Der Gedanke, eine gemeinnützige Stiftung zu gründen, hatte Prof. Dr. med. Rolf Willi Grunewald schon seit einigen Jahren beschäftigt. Sein Wunsch: Für die Allgemeinheit etwas tun und Projekte, die durch die öffentliche Hand nicht unterstützt werden, finanziell zu fördern.  

Junge Mitarbeiterin wird herangeführt

Vor etwa einem Jahr hat er mit seiner Ehefrau Karin die Idee konkret umgesetzt. „Wir haben mehrere Anläufe genommen, hatten es uns einfacher vorgestellt. Aber es war schwierig, jemanden mit der entsprechenden Fachkompetenz zu finden, der uns dabei unterstützen konnte“, erinnert sich die 56-Jährige. In Hamburg wurde eine Kanzlei gefunden, die sich mit Stiftungsrecht auskennt. Denn es sei ganz viel zu beachten, damit eine Stiftung auch vom Landesverwaltungsamt – „wir haben uns für Sachsen-Anhalt entschieden, weil hier Stiftungen ziemlich rar gesät sind“, erzählt der 62-Jährige – anerkannt werde.

Am 6. Dezember 2018 ist die Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet worden, zu jenem Zeitpunkt die zwölfte im Altmarkkreis Salzwedel. Für ein Projekt sind auch schon Gelder geflossen, allerdings durch eigene Initiative. „Die Stiftung hat zum 65. Bestehen des Karnevalsvereins Rot-Weiß 54 Dähre den Kinderkarneval finanziell unterstützt“, erzählt Karin Grunewald, die in Beetzendorf aufgewachsen ist und als Lehrerin arbeitet. Das Engagement dieses gemeinnützigen Vereins, der viel Herzblut in die Veranstaltungen der „fünften Jahreszeit“ steckt, sei nicht genug zu würdigen.

Nachdem viel Organisatorisches abzuarbeiten war, bei denen Mitarbeiterin Aileen Burmeister das Paar tatkräftig unterstützt hat, können jetzt Anträge gestellt werden. „Wir wollen vor allem Projekte in der Altmark bezuschussen“, sagt der Arzt Rolf Willi Grunewald, der aus dem Rheinland stammt und seit 1992 hier ansässig ist. Vorrangig unterstützt würden Vorhaben, bei denen sich die Antragsteller selbst aktiv mit einbringen. „Das können Vereinsmitglieder sein, die selbst etwas bauen wollen, denen aber das Geld für das Material fehlt“, nennt die Stifterin ein Beispiel. Brauchtumspflege solle ebenso gefördert werden wie kulturelle Veranstaltungen, Wettbewerbe, Vorträge beispielsweise zur gesunden Ernährung und mehr. Einen Zuschuss könne es auch für die kirchliche Arbeit geben, fügt Karin Grunewald hinzu. Besondere Schwerpunkte seien momentan die Bereiche Kultur und Kunst sowie Bildung und Erziehung. Später könnten auch noch Wissenschaft und Forschung dazukommen, denken die Stifter laut nach.

Aileen Burmeister findet die Arbeit für die Grunewald Stiftung „total interessant“. „Mit dem Sinn und Zweck der Stiftung kann ich mich total identifizieren. Deshalb möchte ich mich auch längerfristig dafür einbringen“, sagt die 24-Jährige. Das ist auch von dem Ehepaar so gewollt. „Die Stifter sind zu Lebzeiten relativ selbstständig und können bestimmen, wie das Geld ausgegeben wird. Uns ist es aber auch wichtig, dass ein junger Mensch wie Frau Burmeister da hinein wächst, um unseren Stiftungsgedanken später fortleben zu lassen“, schildert Rolf Willi Grunewald.

Kapital stammt aus eigenem Vermögen

Das Kapital der gemeinnützigen Stiftung stamme übrigens aus eigenem Vermögen. Spenden seien jederzeit möglich. Durch diese und die Erträge der Stiftung würden die beantragten Projekte und Maßnahmen gefördert.

Eine Kontaktaufnahme ist über das Internet unter www.grunewaldstiftung.de möglich. Dort können Interessenten Wissenswertes nachlesen, aber auch direkt Anträge stellen.

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